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Sorrow
Ich kenne seit kurzem erst dich und deinen Schmerz Doch schloss ich sofort dich total in mein Herz "Sorrow", der Name, der mir zu dir einfiel. Der Ausdruck deiner Augen - deines Kummers bestes Beispiel.
Und Sorgen, die machst du mir wirklich sehr viel. Warum bloß, um Geld, geht das ganze Lehrspiel. Du musst büßen für das, was der Mensch an dir hat verbrochen und ich schäme mich dafür, ja bis auf die Knochen.
Dein letzter Tag ist schon jetzt bestimmt, falls mir nichts mehr einfällt, womit man Zeit noch gewinnt. All meine Gedanken kreiden ständig bei dir, trotz der Leute, die da sagen, ´s ist doch eh nur ein Tier!
Es gibt einfach nichts, was ich für dich tun kann und deine letzte Stunde, sie kommt wie ein Sturm an! Nur wenig Liebkosung kann ich ich dir noch geben, über dein stumpfes Fell und ein knochiges Leben.
Dein offener Blick ist gerichtet direkt auf den meinen, doch durchdringt er mich nicht, da ich jetzt muss weinen. Meine Brust, wie sie schmerzt und meine Seele, sie brennt, ich fühl mich so machtlos und die Zeit, sie verrennt!!!
Eine einzige Hoffnung mir bleibt, dass es schnell gehen werde, dass du dich glücklich fühlen wirst in deiner neuen Herde, auf größeren Weiden, als auf Erden es je geben mag und wir uns Wiedersehen werden, an unser beider jüngstem Tag.
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Gebet eines Pferdes
Gib mir zu fressen, gib mir zu trinken
und
Reiß nicht an den Zügeln und greif nicht
gleich zur Peitsche wenn es aufwärts geht; schlage und stoße mich nicht,
wenn ich Dich missverstehe,
Halte mich nicht für ungehorsam, wenn ich
Deinen Willen nicht erfülle;
Prüfe meine Zähne, wenn ich nicht fresse
mag,
Und wenn es zu ende geht, geliebter Herr,
Lass mich dies von Dir erbitten und glaube nicht,
Amen
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Gebet eines Pferdes
Ich bin nur ein Pferd, Herr, doch brav bin ich und treu und willens, mein bestes zu geben für etwas Hafer und Heu. Dazu noch frisches Wasser und ein trock'nes Bett, um zu ruh'n - mehr ist es nicht, was ich brauche, dafür will ich alles tun, um Dich zufrieden zustellen.
Doch reit mich sanfter Hand, auch wenn ich nicht gleich begreif hab' nur einen Pferdeverstand. Du bist mein Herr und Meister, vom Schicksal für mich erwählt, drum schenk mir ein gnädig Ende, wenn meine Tage gezählt.
Wenn ich alt und schwach geworden, dann lass mich sterben dort, wo man sicher und schmerzlos mich tötet und nicht an fremden Ort.
Bin allzeit ein Freund dir gewesen und hab` dir treulich gedient, drum sollst du als Freund mich behandeln, mir ein würdiges Ende verdient. Ich bitt´ dich im Namen des Heilands, ohne den kein Sperling fällt, der geboren in einem Stall, uns alle liebt und erhält.
Amen |
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